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Veränderungen im EEG für KWK-Anlagen nach dem KWK-G

Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen

Förderung von Mini-KWK-Anlagen jetzt mit höheren Zuschüssen

Für die Förderung von Mini-KWK-Anlagen bis 20 Kilowatt elektrisch (kWel) gelten ab 1. Januar 2015 verbesserte Förderkonditionen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat die Förderrichtlinien novelliert. Im kleinen Leistungsbereich wird die Förderung angehoben, Bonusförderungen für besonders energieeffiziente Mini-KWK-Anlagen eingeführt sowie technische Anforderungen vereinfacht. Die neuen Konditionen gelten für Förderanträge, die ab dem 1. Januar 2015 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sind.

Mit dem Mini-KWK-Programm sollen zusätzlich zum Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz Impulse für den breiten Einsatz auch von kleinen KWK-Anlagen gegeben werden. Nach diesem Förderprogramm können neue Blockheizkraftwerke bis 20 Kilowatt elektrisch in bestehenden Gebäuden einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. Als bestehendes Gebäude gilt ein Gebäude, für das der Bauantrag vor dem 1. Januar 2009 gestellt bzw. die Bauanzeige vor dem 1. Januar 2009 erstattet wurde.



Neue Förderrichtlinien

Die Bundesregierung hat sich in ihrem Energiekonzept anspruchsvolle energiepolitische Ziele gesetzt. Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann einen beträchtlichen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten.

Förderung von KWK-Anlagen

Kraft-Wärme-Kopplung

KWK-Anlagen erzeugen Strom und Nutzwärme gekoppelt, d. h. gleichzeitig in einem Prozess. Hierdurch kann der eingesetzte Brennstoff sehr viel effizienter genutzt werden als bei der herkömmlichen Produktion in getrennten Anlagen. Da geringere Brennstoffmengen verbraucht werden, fallen auch weniger klimaschädliche CO2-Emissionen an.

Das BAFA setzt zwei Verfahren zur Förderung von KWK-Anlagen um:

1. Nach der Richtlinie zur Förderung von KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 20 kW zahlt das BAFA einen einmaligen Investitionszuschuss an den Anlagenbetreiber aus.

2. Nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) zahlt der Stromnetzbetreiber unabhängig von der elektrischen Leistung der KWK-Anlage auf Grundlage des Zulassungsbescheides des BAFA für den erzeugten KWK-Strom über einen bestimmten Zeitraum einen Zuschlag an den Anlagenbetreiber.

Hinweis: Es handelt sich um zwei eigenständige Verfahren. Wenn Sie beide Förderungen erhalten möchten, müssen Sie daher für jedes Verfahren einen gesonderten Antrag stellen. Beachten Sie bitte auch die vorgeschriebenen unterschiedlichen Zeitpunkte der Antragstellung. Nähere Informationen zum Investitionskostenzuschuss für Anlagen bis 20 kW finden Sie unter dem Menüpunkt Mini-KWK-Zuschuss. Für Informationen zur Stromvergütung wählen Sie bitte im Menü die entsprechende Leistungsklasse Ihrer KWK-Anlage.

Neue Förderrichtlinien vom 15. Dezember 2014

Die neuen Förderrichtlinien sehen den Wegfall der jährlichen Degression, eine Anhebung der Fördersätze sowie die Einführung einer Bonusförderung für besonders energieeffiziente Mini-KWK-Anlagen vor. Sie finden die novellierten Richtlinien in der Rubrik Vorschriften/Rechtsgrundlagen.

Basisförderung je installiertem Kilowatt elektrisch

Die Förderung wird als Festbetrag durch nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Die Höhe des Zuschusses hängt von der elektrischen Leistung der Mini-KWK-Anlage ab:


EEG-Umlage 2015

Oktober 2014. Am 15. Oktober 2014 geben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage 2015 bekannt. Die EEG-Umlage 2015 sinkt von heute 6,24 Cent/kWh auf voraussichtlich 6,17 Cent pro Kilowattstunde (kWh) Strom. Nach Prognose des BEE (Bundesverband für erneuerbare Energien e.V.) wird die Umlage auch in den Folgejahren stabil bleiben.


Strompreiserhöhung macht Stromproduktion noch interessanter

Der EEG Aufschlag erhöhte sich durch die erhöhten Einspeisungen der PV Anlagen.
2009 =  1,170 Cent/KWH Strom 
2010 =  2,047 Cent/KWHStrom.

Die EEG-Umlage für nicht priviligierten Letztverbraucherabsatz beträgt für das Jahr 2011 3,530 ct/kWh.

d.h. Strompreiserhöhung von ca 10 %

BHKW Betreiber bezahlen die EEG Umlage für den eigenproduzierten Strom nicht !!


Antragstellung

Die Antragstellung nach den neuen Förderrichtlinien ist ab dem 1. Januar 2015 möglich. Das Antragsformular finden Sie unter der Rubrik Formulare. Förderanträge müssen vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Als Vorhabensbeginn gilt der rechtsgültige Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages und nicht der Beginn des Einbaus der Mini-KWK-Anlage. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Für den Zeitpunkt der Antragstellung ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA maßgeblich. Weitere Details und Hinweise zur Antragstellung finden Sie im Merkblatt zur Antragstellung in der Rubrik Publikationen.

Eine Rücknahme von bereits nach den Richtlinien vom 17. Januar 2012 gestellten Anträgen mit der Absicht, die Förderung nach der Richtlinie vom 15. Dezember 2014 in Anspruch nehmen zu können, ist nicht zulässig.

Sie haben Fragen oder Anregungen zur Förderung von Mini-KWK-Anlagen?

Senden Sie uns einfach eine E-Mail (Kontaktformular siehe unten), rufen Sie uns an, schreiben Sie uns einen Brief oder senden Sie uns ein Telefax.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 515 – Mini-KWK
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Telefon: +49 6196 908-798
Telefax: +49 6196 908-800


Vergütung nach KWK-Gesetz

Vergütung nach KWK-Gesetz

Die Vergütung für eingespeisten Strom setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem so genannten "üblichen Preis", dem Zuschlag nach KWK-Gesetz und den infolge der dezentralen Erzeugung vermiedenen Netzkosten.

1. Der "übliche Preis"

Was der eingespeiste Strom wert ist, ist Verhandlungssache mit dem Netzbetreiber. Falls kein Preis vereinbart wurde, gilt der "übliche Preis". Als "üblichen Preis" bezeichnet man den an der Leipziger Strombörse EEX erzielten durchschnittlichen Preis des Baseload-Stroms des vorangegangenen Quartals.

Für das zweite Quartal 2014 betrug der durchschnittliche Preis für Baseload-Strom 3,12 Cent pro Kilowattstunde ("KWK-Index"). Wie die folgende Abbildung zeigt, unterliegt die Höhe des üblichen Preises über einen längeren Zeitraum aber nicht unerheblichen Schwankungen.

 

2. KWK-Zuschlag

Nach dem KWK-Gesetz wird für jede erzeugte Kilowattstunde ein Zuschlag gezahlt, unabhängig davon, ob der Strom selbst genutzt oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Voraussetzung für die Förderung ist eine Zulassung der KWK-Anlage durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Zuschlag wird nur erteilt, wenn die Anlage neu ist bzw. ihre Hauptkomponenten neu sind oder wenn die Anlage modernisiert wurde. Der Zuschlag wird ab Dauer der Inbetriebnahme gezahlt, wenn der Antrag im selben Jahr gestellt wird. Wird der Antrag erst später gestellt, so wird die Vergütung rückwirkend ab dem 1. Januar des Jahres gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde.

Die Höhe des Zuschlags ist abhängig von der elektrischen Leistung des BHKW und beträgt für Anlagen mit einer elektrischen Leistung von maximal 50 kW 5,41 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Zuschlag kann wahlweise für eine Dauer von zehn Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Dauerbetriebs oder für 30.000 Volllaststunden gezahlt werden. Sehr kleine Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 2 kW können sich den Zuschlag auch pauschal vorab für 30.000 Volllaststunden auszahlen lassen. Dies entspräche einem Zuschlag von 1.623 Euro pro Kilowatt elektrische Leistung.

Einen Zuschlag erhalten ebenfalls Anlagen, wenn wesentliche, die Effizienz bestimmende Anlagenteile erneuert werden. Der Zuschlag beträgt für Anlagen bis 50 kW 5,41 Cent pro Kilowattstunde und wird für:

  • 10 Jahre oder wahlweise 30.000 Volllaststunden gezahlt, wenn die Kosten der Modernisierung mindestens 50 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen

  • 5 Jahre oder wahlweise 15.000 Volllaststunden gezahlt, wenn die Kosten der Modernisierung mindestens 25 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen.

3. Vergütung der vermiedenen Netzkosten

Das BHKW stellt Strom direkt am Ort bereit. Der örtliche Netzbetreiber verteilt den eingespeisten Strom weiter. Da der Strom also nicht über lange Strecken transportiert werden muss, fallen keine Kosten für die Netznutzung an. Diese "vermiedenen" Netznutzungskosten werden dem Betreiber des BHKW gutgeschrieben. Die Berechnung erfolgt gemäß der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV). Leider besteht noch keine festgesetzte Vergütung für kleine BHKW. Die einfachste Vorgehensweise besteht darin, dem Netzbetreiber die Netzkosten in Rechnung zu stellen, die der Versorger auf seiner Homepage (ggf. auf Anfrage) als vorgelagerte Netzkosten bezeichnet. In der Praxis werden 0,4 bis 1,5 Cent pro Kilowattstunde an vermiedenen Netznutzungsentgelten vergütet.

Die gesamte Einspeisevergütung für ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von maximal 50 kW summiert sich dann beispielsweise auf folgenden Wert:

 

Üblicher Preis

3,12

Cent pro kWh

+

KWK-Zuschlag

5,41

Cent pro kWh

+

Vermiedene Netzkosten

0,50

Cent pro kWh

=

Einspeisevergütung

9,03

Cent pro kWh